Epistemische und argumentative Kompetenzen im Zeitalter multipler Wissenskrisen
Tagung des Cluster of Excellence „Knowledge in Crisis“ und des Netzwerks “Argumentieren in der Schule”
Datum: 17. bis 19. September 2026
Ort: HS 302, Franziskanergasse 1, Salzburg 5020
In einer Zeit der Desinformation, Polarisierung und Unsicherheit werden die Fähigkeiten zu kritischem Denken, der Bewertung von Argumenten und der Reflexion von Wissen immer wichtiger. Die Tagung widmet sich den Fragen, wie epistemische und argumentative Kompetenzen zu verstehen sind, welche normativen Grundlagen ihnen zugrunde liegen und wie ihre Vermittlung in Schule und in Öffentlichkeit gelingen kann. Sie richtet sich an Philosoph:innen und Philosophiedidaktiker:innen, an Vertreter:innen angrenzender Bereiche sowie an Lehrkräfte und Bildungsverantwortliche. Sie ist kostenlos und offen für Interessierte.
Programm:
Veranstaltende: Bettina Bussmann & David Lanius
Weitere Informationen auf der Seite des Netzwerks “Argumentieren in der Schule”
Argumentieren lernen mit Toulmin?
Zusammen mit Kathrin Kazmaier, Dominik Balg und David Löwenstein habe ich einen Sammelband herausgegeben, der heute erschienen ist. Er bietet eine interdisziplinäre und kritisch fundierte Auseinandersetzung mit dem Toulmin-Schema als Modell der Argumentationsanalyse und -förderung in Schule und Hochschule.
Das Toulmin-Schema ist in vielen Fachdidaktiken etabliert und dient dort als Werkzeug, um Argumentationsstrukturen sichtbar zu machen und argumentative Kompetenzen gezielt zu fördern. Zugleich zeigt sich eine wachsende Kluft zwischen seiner prominenten Rolle in der Unterrichtspraxis und der kritischen Bewertung in der aktuellen argumentationstheoretischen Debatte. Vor diesem Hintergrund versammelt der Band Beiträge aus der Philosophie-, Deutsch- und Geographiedidaktik, die das Toulmin-Schema aus verschiedenen fachlichen Blickwinkeln beleuchten, seine Potenziale und Grenzen analysieren sowie Alternativen aufzeigen.
Open-Access und frei herunterladbar auf wbv.de.
